Hohlraumversiegelung ja oder nein?

CKK

Teenie
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Nein
Bin etwas verwundert, dass bei meinem neuen RS3 (8YF; MJ 2025, Facelift) in den Kotflügeln keine richtige Hohlraumversiegelung zu fühlen ist. Überlege ernsthaft dem Wagen mal 14 kg Mike Sanders Fett zu spendieren für ordentlichen Schutz. Wie seht Ihr das bei dem aktuellen Modell? Ist das technisch weiterhin sinnvoll/ notwendig für guten Werterhalt + Schutz oder hat Audi da anderweitig vorgesorgt?
 
Ich habe bei meinem letztes Jahr Unterboden, Radläufe und Querlenker machen lassen. Viel Originaler Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung war leider auch bei meinem nicht zu finden.
Auch wenn es für mich ein Schönwetterfahrzeug ist, finde ich, ist es das Geld wert. Zumindest schadet es m.M. nicht.
 
Ich habe mir das Thema Unterboden-/Hohlraumkonservierung jetzt nochmal live auf der Bühne angeschaut und für mich entschieden, es nicht zu machen.

Das Fahrzeug war mit Mike-Sanders-Fett behandelt und der Unterboden war wirklich deutlich klebrig. Es tropft wohl anfangs noch nach, bindet Staub und Schmutz und erschwert spätere Arbeiten (Reifenwechsel, Bremsen, Service). Außerdem ist eine Unterbodenwäsche danach praktisch kaum noch sinnvoll möglich.

Zusätzlich habe ich mich noch mal mit dem Korrosionsschutz moderner Audi-Karosserien beschäftigt. Die Karosserie des RS3 ist ab Werk Ingolstadt verzinkt und KTL-beschichtet, zudem gibt Audi 12 Jahre Garantie gegen Durchrostung. Das spricht aus meiner Sicht klar dafür, dass hier kein zusätzlicher Schutz erforderlich ist.

Was man beim RS3 häufig sieht (Achsen, Querlenker, Schrauben), ist überwiegend oberflächlicher Flugrost. Das ist optisch unschön, aber technisch unkritisch und bei vielen modernen Fahrzeugen normal. Eine Fett- oder Wachskonservierung würde das eher nur „einschließen“, man sieht dann auch nicht mehr, wenn’s wirklich mal drunter, richtig rostet, und zusätzlich Schmutz binden.

Für mich überwiegen daher die Nachteile (klebrig, Wartung unangenehm, wenig Nutzen).
Ich werde deshalb keine zusätzliche Unterboden- oder Hohlraumkonservierung machen und den Wagen normal fahren.
 
Bin etwas verwundert, dass bei meinem neuen RS3 (8YF; MJ 2025, Facelift) in den Kotflügeln keine richtige Hohlraumversiegelung zu fühlen ist. Überlege ernsthaft dem Wagen mal 14 kg Mike Sanders Fett zu spendieren für ordentlichen Schutz. Wie seht Ihr das bei dem aktuellen Modell? Ist das technisch weiterhin sinnvoll/ notwendig für guten Werterhalt + Schutz oder hat Audi da anderweitig vorgesorgt?
Warum soll ein Hersteller da großartig vorsorgen? Wollen ja auch in Zukunft wieder zeitnah ein Auto verkaufen also warum soll das ewig halten?
 
Mike Sanders würde ich beim Neuwagen auch nicht anwenden. Ich mag auch nicht wenn da alles so batzig ist.
Meine RS4 habe ich damals bei neukauf auch genau inspiziert.
Besonders oberhalb der Hinterachse ist das Blech nur mit KTL angehaucht und kein Decklack. Nach entfetten habe ich ihn daher mit 2K-Klarlack lackiert am Unterboden. Danach habe ich noch das Innotec high Temp Wax versprüht, was nach Trocknung auch nicht klebt aber extrem gut anhaftet.
Die Achsen hab ich von innen mit Fluid Film AS-R ausgesprueht.
Das ist inzwischen über 3 Jahre her und zeigt sich noch immer als recht zielführend.
Wenn man den Wagen sehr lang behalten will und auch im Winter bewegt, ist das definitiv eine lohnende Investition.
 
Bin etwas verwundert, dass bei meinem neuen RS3 (8YF; MJ 2025, Facelift) in den Kotflügeln keine richtige Hohlraumversiegelung zu fühlen ist. Überlege ernsthaft dem Wagen mal 14 kg Mike Sanders Fett zu spendieren für ordentlichen Schutz. Wie seht Ihr das bei dem aktuellen Modell? Ist das technisch weiterhin sinnvoll/ notwendig für guten Werterhalt + Schutz oder hat Audi da anderweitig vorgesorgt?
Warum soll ein Hersteller da großartig vorsorgen? Wollen ja auch in Zukunft wieder zeitnah ein Auto verkaufen also warum soll das ewig halten?
Du, ich denke, sie haben bei Audi schon ein Interesse daran, weil sie ja zwölf Jahre Garantie gegen Durchrosten der Karosserie geben
 
Mike Sanders würde ich beim Neuwagen auch nicht anwenden. Ich mag auch nicht wenn da alles so batzig ist.
Meine RS4 habe ich damals bei neukauf auch genau inspiziert.
Besonders oberhalb der Hinterachse ist das Blech nur mit KTL angehaucht und kein Decklack. Nach entfetten habe ich ihn daher mit 2K-Klarlack lackiert am Unterboden. Danach habe ich noch das Innotec high Temp Wax versprüht, was nach Trocknung auch nicht klebt aber extrem gut anhaftet.
Die Achsen hab ich von innen mit Fluid Film AS-R ausgesprueht.
Das ist inzwischen über 3 Jahre her und zeigt sich noch immer als recht zielführend.
Wenn man den Wagen sehr lang behalten will und auch im Winter bewegt, ist das definitiv eine lohnende Investition.
Danke Dir! 🙏🏻
Und hast du nicht Bedenken, dass auch wenn das an der Stelle über der Hinterachse eher unwahrscheinlich ist, der Klarlack bei einem Steinschlag reißt und die Feuchtigkeit drunter wandert (dann schwer auszubessern)?
Ist dann halt kein OEM Zustand des KTL mehr und dann kriegst du doch eventuell auch Stress mit Audi bei Inanspruchnahme der 12 J Garantie, oder?
Dennoch scheinst du dich ja gut auszukennen und es freut mich wenn es bei dir so gut funktioniert. 👍🏻
 
Also zusammengefasst wäre meine Priorität jetzt folgende:
  1. nichts machen und einfach fahren und genießen → am besten 😉
  2. Innotec Hi-Temp Wax oder UBS 240 nur dünn auf der Hinterachse auftragen, aber nicht auf den Schrauben → ok / optisch gleichmäßiger und keine Schmutzbindung
  3. Fett → nein
  4. Dünn Lackieren mit Klarlack / schwarzes Hammerit → nein
Das Wachs muss halt irgendwann erneuert werden und hat außer der Optik der Hinterachse aus meiner Sicht sonst nur begrenzten Nutzen. Der Rost ist nur Flugrost (normal) und es sind im Gegensatz zur (verzinkten und mit KTL behandelten) Karosserie auch Verschleißteile.
 
Last edited:
Der Bereich um die Hinterachse ist besonders anfällig, da der vordere Unterboden glattflaechig ist und damit eine schnelle Strömung erlaubt, im heckbereich aufgrund der offenen Gestaltung aber zu starken verwirbelungen führt, womit Wasser und Salzlauge in entlegenste Ecken verwirbelt.
Die durchrostungsgarantie greift nur bei Durchrostung der Karosserie von innen nach außen. Ausgenommen sind schnittkanten, falze, Schweißpunkte. Also müsste es ein walzfehler sein mitten im Blech, was es
quasi seit Anfang 1990 nicht mehr gibt. Die Garantie ist eine scheinsicherheit. Aber den Klarlack darüber erkennt so erst mal auch niemand.
Der beste Schutz für ein Blech ist immer noch eine hochwertige Lackierung. Diese ist ab Werk am Unterboden sehr spärlich, daher habe ich mit einem recht schlagfesten 2K Klarlack nachgebessert. Mechanische Beschädigungen der Oberfläche durch gröberen Steinschlag machen es trotzdem weiter angreifbar. Durch das Wachs besteht hier ein längerer Schutz. Regelmäßige Kontrolle z.B. beim Radwechsel sind trotzdem ratsam, um frühzeitig Defekte zu erkennen.
Im Endeffekt ist das nur meine langjährige Erfahrung mit Neuwägen, die ich länger behielt. Von nichts machen, über nur Wachs verwenden bis eben hin zu Klarlack+wachs habe ich da viel probiert und sehe in der letzten Stufe bisher die größten Vorteile.
Ab Werk ist da viel weniger vorgesorgt als man meint.
LG Alex
 
Danke dir, klingt nachvollziehbar, Alex. Ich denke ich lasse es erstmal original und beobachte beim Radwechsel. Wenn sich irgendwo Steinschläge oder stärkerer Rost zeigen, kann ich immer noch punktuell mit Wachs nachhelfen. Klarlack möchte ich aktuell vermeiden. LG, Chris
 
Hi Chris, wenn du den Aufwand gering halten willst und keinen Klarlack verwenden, dann würde ich jetzt das Innotec high Temp Wax auf freien Unterboden und Achsen sprühen.
Kannst es ja mal probesprühen und nach 24h mal anpacken, da ist nichts klebrig und es reicht ein sehr dünner transparenter Film, da es auch sehr stark anhaftend ist.
Die Achse innen mit Fluid Film aussprühen.
Wenn erst Rost erst da ist, wird der Aufwand größer. Ein Wachs auf Rost hilft so gut wie nichts. Das schließt den Rost nicht ein, darunter arbeitet es weiter.
LG Alex
 
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