Allradkupplungs-Öl bereits nach 30tkm statt 60tkm

Axel21

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Hallo zusammen,
mein Name ist Axel und da ich nur stiller Mitleser bin und selber keinen RS3 fahre, hoffe ich, muss mich ich nicht extra vorstellen. Es geht um den RS3 meines Vaters, welcher gerade im Service (30tkm) ist.
Es handelt sich um einen 25er 8y FL. Jetzt gerade rief die Werkstatt an und meinte es muss zusätzlich noch das Allradkupplungs-Öl gewechselt werden, da die Diagnose ergeben hat, dass dies bereits fällig wäre (irgendwas mit 25kwh diagnostiziert, ka was er damit genau meinte). Soll halt wegen sehr sportlicher Fahrweise so sein.
Jetzt ist mein Vater Rentner, der auch genauso wie ein Rentner fährt (Langzeitverbrauch liegt bei 9,1l/km und bei halbiertem Ölwechselintervall kein Ölverbrauch großartig feststellbar). Mal Vollgas etc... wird eig. wenn, nur von mir praktiziert und meine Km-Leistung bei diesem Fahrzeug sind vielleicht 300km, also fast nichts.
Streckenprofil überwiegend Landstraße / Autobahn (Auto wird bis auf paar Ausnahmen eigentlich immer warm).
Da der zusätzliche Ölwechsel bei 30tkm eig. ja nur bei sportlicher Fahrweise auftritt, bin ich doch schon sehr überrascht. Ich habe nun gesagt, dass ich das Prüfprotokoll gerne sehen möchte.
Ich möchte jetzt der Werkstatt wirklich nichts unterstellen und sie macht auch einen seriösen Eindruck, aber würde gerne von euren Erfahrung hören, bzw. auf was ich beim Prüfprotokoll achten sollte. Wie gesagt mein Vater fährt wie ein Rentner und das Fahrzeug ist für ihn eig. maßlos übermotorisiert :-D. Egal wegen den Zusatzkosten und bin auch der Meinung, dass Öle eher früher gewechselt werden sollten. Trotzdem würde ich/wir auch in Zukunft mit gutem Gewissen diese Werkstatt wieder besuchen.
Vielen Dank.
 
Flüssigkeiten am besten immer halbieren vom Intervall... schadet nie
 
Hallo Axel,
Du brauchst Dir keine Sorgen machen wegen dem vorgezogenen Ölwechsel. Ich finde es sogar außerordentlich positiv von der Audi Werkstatt den Wechsel des Torque-Splitter Öl vorzuziehen. Audi selbst sieht vor, es nach 60000km oder nach 4 Jahren zu wechseln. Ich selbst habe jetzt alle Antriebsöle wechseln lassen, nach 34000km. Also DSG Getriebe - Winkelgetriebe Differenzial und beide Torque Splitter Öle, also recht und links. Die Überraschung war für mich schon sehr groß, da ich auch erst 34000 km auf der Uhr habe.
Ich habe mir alle Öle separat abfüllen lassen, um es genau analysieren zu können und war wirklich überrascht über den Zustand des Torque Splitter Öls und des Winkelgetriebe. Das Öl des Torque Splitter war schon extrem, wobei es auch leichte Unterschiede zwischen dem rechten und linken Öl gab. Ich hänge mal die Öle als Bilder an, das erste ist das Torque Splitter dann das Winkelgetriebe sowie das Differenzial Öl der Hinterachse. Hier kann man sehr gut sehen wie krass das Öl vom Winkelgetriebe und des Torque Splitter gealtert sind. Wichtig für mich war aber, das in keinen der Öle Metallabrieb zu finden war, besonders im Winkelgetriebe. Wenn das Öl im Torque Splitter so schwarz ist, und das im normalen Fahrbetrieb, dann möchte ich nicht wissen wie es aussieht wenn man öfter auf eine Rundstrecke fährt. Also nach dieser Erfahrung, würde ich spätesten nach 30000km immer das öl wechseln.IMG_6223.jpegIMG_6224.jpegIMG_6225.jpeg
 
Je nach dem, wie der Wagen rangenommen wird, kann es nie schaden die Intervalle zu verkürzen.

Alledings nur von der Farbe (optischer Check) auf die Beanspruchung und (Rest)qualität zu schliessen, ist mMn Unsinn. Ich würde mir eher Gedanken machen, wenn das Motoröl nach 10.000km noch aussieht "wie neu eingefüllt".
 
Je nach dem, wie der Wagen rangenommen wird, kann es nie schaden die Intervalle zu verkürzen.

Alledings nur von der Farbe (optischer Check) auf die Beanspruchung und (Rest)qualität zu schliessen, ist mMn Unsinn. Ich würde mir eher Gedanken machen, wenn das Motoröl nach 10.000km noch aussieht "wie neu eingefüllt".
Ersteres ist logisch. Aber was ist schlecht daran wenn das Motoröl mehr oder weniger „wie neu“ aussieht?
 
Ich habe mal die KI bemüht, bevor ich hier in Halbsätzen stammele :)

Dass Motoröl mit der Zeit dunkler wird, ist in der Regel kein schlechtes Zeichen, sondern der Beweis, dass das Öl seine Arbeit richtig macht.

Warum Motoröl dunkel wird​

Moderne Motoröle enthalten Reinigungs- und Additivpakete (sogenannte Detergentien und Dispergentien). Ihre Aufgabe ist es nicht nur zu schmieren, sondern den Motor innen sauber zu halten:

  • Ruß- und Verbrennungsrückstände: Bei jeder Verbrennung entstehen feine Rußpartikel. Das Öl wäscht diese ab und hält sie in Schwebe, damit sie sich nicht als Schlamm an den Bauteilen absetzen.
  • Abrieb und Alterung: Feinster metallischer Abrieb sowie die chemische Alterung des Öls durch hohe Temperaturen sorgen zusätzlich für eine dunklere, oft braune bis schwarze Färbung.
Dass Öl nach einigen tausend Kilometern dunkel oder gar schwarz ist, zeigt also, dass die Schmutzpartikel im Öl gebunden sind und nicht im Motor kleben.

Warum ist es verdächtig, wenn Öl nach 10.000 km noch wie neu aussieht?​

Wenn das Öl am Messstab nach 10.000 km immer noch völlig hell, transparent und wie frisch aus der Dose aussieht, ist das oft ein Grund zur Skepsis:

  1. Mangelnde Reinigungswirkung: Das Öl nimmt möglicherweise keine Verbrennungsrückstände auf. Der Schmutz verbleibt dann im Motor und kann Lager, Kolbenringe oder Ölkanäle verstopfen.
  2. Falsches oder minderwertiges Öl: Eventuell entspricht das verwendete Öl nicht den Vorgaben oder es fehlen die nötigen Additive für die Reinigungsfunktion.

Die Ausnahmen (wann helles Öl normal sein kann)​

  • Gasmotoren (LPG/CNG): Gas verbrennt extrem sauber und rußfrei. Hier bleibt das Motoröl oft über lange Zeiträume erstaunlich hell.
  • Extremes Langstreckenprofil mit sehr sauber arbeitenden Benzinern: Bei reinen Langstreckenfahrten ohne viel Start-Stopp fällt weniger Ruß an als im Kurzstreckenbetrieb.
  • Einsatz von sehr hochwertigem Synthetiköl: Hochwertige Öle oxidieren langsamer, dennoch sollten auch sie nach 10.000 km deutliche Nachdunklungen zeigen.
(Hinweis: Bei Dieselmotoren färbt sich das Öl wegen des hohen Rußeintrags meist schon nach wenigen hundert Kilometern tiefschwarz – das ist vollkommen normal.)
 
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