8YA Audi RS3 8Y – starke Vibrationen ab ca. 100 km/h, Ursache unklar

Schmosby

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Hallo zusammen,

ich habe bisher kein Threat mit diesem spezifischen Problem gefunden.

Kurz die Rahmendaten zu meinem Fahrzeug: 8YA, BJ 2024, < 14.000km, alles im Serienzustand, originale Audi RS 19-Zoll-Felgen im 5-Y-Speichen-Design (und ebenfalls in silber für den Winter), Garantie vorhanden.

Seit dieser Saison fällt mir besonders auf der Autobahn (unabhängig vom Straßenbelag) eine signifikant wahrnehmbare Vibration im ganzen Auto auf. Diese spüre ich im Lenkrad, im Fußraum und auch die Sonnenblende ist ordentlich am wackeln. Besonders bei 130 kmh finde ich ist sie am stärksten. Unabhängig davon, ob ich Gas gebe oder nicht.

Mit dieser Sorge habe ich die nächste Audi Vertragswerkstatt aufgesucht. Diese kam nur zu dem Ergebnis, dass meine Felge VL einen Höhenschlag hat . Für die Diagnose sollte ich 300€ zahlen, eine neue Felge für über 1.000€ kaufen und damit seie das Problem behoben.

Diese Erklärung überzeugt mich allerdings nicht vollständig. Die Felge weist keinen Bordsteinschaden auf und auch am Reifen sind keinerlei sichtbare Beschädigungen, Beulen oder sonstige Spuren vorhanden, die auf einen stärkeren Schlag durch ein Schlagloch hindeuten würden. Ich kann zudem aufgrund meiner sehr vorsichtigen Fahrweise praktisch ausschließen, dass ich mit dem Fahrzeug ein größeres Schlagloch oder einen ähnlichen starken Stoß mitgenommen habe.

Um die Räder als Ursache weiter einzugrenzen, habe ich inzwischen meine Winterräder montiert. Diese wurden damals neu gekauft und insgesamt bisher nur ungefähr neun Monate gefahren. Trotz des vollständigen Wechsels auf den Winterradsatz sind die Vibrationen weiterhin vorhanden. Dass nun beide Sätze im A**** sind, halte ich für äußerst unwahrscheinlich.

Ehrlich gesagt habe ich wenig Hoffnung, dass mir dort weitergeholfen wird. Sobald ich mit einem Servicemitarbeiter spreche, wird die mögliche Ursache sehr schnell auf die Fahrweise des Kunden zurückgeführt, wodurch ein Garantiefall praktisch von vornherein ausgeschlossen wird. Statt zunächst mögliche technische Ursachen wie Lager, Antriebswellen oder andere Fahrwerkskomponenten zu prüfen, wird unmittelbar vermutet, dass beispielsweise die Spur verstellt oder eine Felge beschädigt sein könnte.

Ich habe nun einen Termin bei einer anderen Audi-Vertragswerkstatt vereinbart, weiß aber nicht, wie ich sinnvoll weiter vorgehen soll. Insbesondere bin ich unsicher, ob dort eine wirklich ergebnisoffene technische Prüfung erfolgt oder erneut zunächst von einem durch Nutzung verursachten Problem ausgegangen wird. Für mich stellt sich daher die Frage, wie ich erreichen kann, dass Audi die Vibrationen systematisch und technisch gründlich untersucht und ob überhaupt eine realistische Chance besteht, dass ein möglicher technischer Defekt im Rahmen der Garantie geprüft und anerkannt wird.

Vielleicht kann jemand eine ähnliche Erfahrung teilen und berichten, wie man in so einer Situation am besten mit der Werkstatt beziehungsweise Audi kommuniziert. Mich würde insbesondere interessieren, welches Vorgehen sich in der Praxis bewährt hat und ob jemand mit einem vergleichbaren Problem letztlich eine zufriedenstellende Lösung erreichen konnte.“:ohhilfe:

Beste Grüße
Alex
 
Hallo Alex,

ich hatte mal ein ähnliches Problem bei meinem damaligen Golf 7 R mit Performance Bremsanlage, da war eine Bremsscheibe schuld.
Nehmen die Vibrationen beim Bremsen ab?
Der Golf hat die gleichen SHW Verbund-Bremsscheiben wie der RS3, nur in einer anderen Größe.
Ist leider nicht die beste Qualität...
 
Das würde ja m.E. bedeuten, dass sich die Bremsscheiben verzogen haben.

Dies kann eigentlich nur passieren, wenn man z.B. auf der Autobahn mehrere extreme Bremsvorgänge nacheinander (oder auch nur einen) hatte und das FZ dann
direkt abgestellt hätte, ohne die Bremsen vorher durch den Fahrtwind abkühlen zu lassen bzw. „kalt zu fahren".

(Passiert gerne mal, wenn man es krachen lässt und dann ein Mittelspurschleicher ohne zu schauen und/oder zu blinken auf die linke Spur zieht)

Was viele falsch machen, ist, nach einem extremen Bremsmanöver (von 250 auf 100 oder sogar mehr) anzuhalten und sich die blau
angelaufenen Scheiben anschauen, so nach dem Motto: „Ist noch alles in Ordnung". Ein absoluter Killer für jede Stahl-Bremsscheibe.

Normal weiterfahren im fließenden Verkehr und Bremsungen vermeiden, um die Scheiben durch den Fahrtwind behutsam abkühlen zu lassen, wäre die richtige Entscheidung.

Da es sich ja noch um den ersten, original ab Werk montierten, Satz Bremsscheiben handelt und das Problem vorher nicht latent war, vermute ich mal thermische Überlastung.

Das wäre eine mögliche Erklärung, wenn tatsächlich die Bremsscheiben ursächlich für die Vibrationen sein sollten.
 

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Danke für die ausführliche Erklärung. Thermische Überlastung der Bremsscheiben wäre grundsätzlich denkbar.

Was mich daran bei meinem Fall aber etwas zweifeln lässt: Die Vibrationen treten bereits bei normaler Fahrt ab etwa 100 km/h auf und nicht erst beim Bremsen. Beim Bremsen selbst habe ich kein zusätzliches Rubbeln oder Pulsieren im Bremspedal festgestellt. Deshalb erscheint mir eine verzogene bzw. ungleichmäßig laufende Bremsscheibe aktuell nicht als naheliegendste Ursache.

Zudem habe ich nach jeder Autobahnfahrt zwangsläufig noch rund acht Kilometer Land- beziehungsweise Stadtstrecke vor mir, die ich bewusst zum Abkühlen des Fahrzeugs nutze. Dabei sinkt beispielsweise auch die Öltemperatur deutlich ab, halte die Drehzahl unter 2.000 Umdrehungen und gehe davon aus, dass die Bremsen dadurch immer abkühlen können.

Auf der Autobahn fahre ich überwiegend eher entspannt mit etwa 140 km/h. Wenn ich das Fahrzeug gelegentlich sportlicher bewege, fahre ich trotzdem vorausschauend und beobachte den Verkehr weit im Voraus, sodass abrupte Vollbremsungen nach Möglichkeit vermieden werden.

Danke für eure Beteiligung so weit! :10hallo2:
 
Das kann so viele Ursachen haben.
Bin selber nach monatelanger Suche jetzt erst auf die Ursache meiner Vibration gekommen.
Es ist zu 99 Prozent das linke obere Getriebelager, das Probleme bereitet.

Ein Auszug der möglichen Ursache bei Dir könnte sein.

Radlager, Antriebswellen, Motorlager, Hardyscheibe, Kardanwellenmittellager, Ausgangslager Winkeltrieb, Bremsscheiben, Zweimassenschwung, irgendeine lockere Verschraubung usw.

Es ist wahrlich nicht einfach, so Problem zu orten.

Wünsche Dir viel Erfolg und lass dich bloß nicht vom Händler abwimmeln oder vertrösten.
 
Ohje… Ich hoffe, dass die Kollegen in der nächsten Woche so tief blicken werden. Ich bin gespannt, wofür ich erstmal weitere 300€ zahlen muss, bestimmt muss die Spur sicherheitshalber nochmal gestellt werden.

@turbopopel , schieben die nicht sowieso alles auf die Fahrweise? Oder kann man beten, dass Audi kulant ist? Wie war das bei dir?
 
Ich hatte bereits am zweiten Tag nach der EZ einen Garantieverlust.
Nach einem Jahr mit OEM-Leistung war ich dann absolut "vogelfrei".:biggrinn:
Da kann ich Dir leider nicht weiterhelfen.
 
Ich hatte bereits am zweiten Tag nach der EZ einen Garantieverlust.
Nach einem Jahr mit OEM-Leistung war ich dann absolut "vogelfrei".:biggrinn:

😂😂😂
 
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